Eric Battut (Bilder) und Marita Mahringer (Text):

 Der kleine Klecks.

Zürich: Bohem Press 2002.

ISBN 3-85581-375-2.
32 Seiten.
13,50 €.

Ab 3 Jahre.

 

 

Eric Battut hat sich längst einen Namen für Qualitätsarbeit erworben. Der „kleine Klecks“ gibt erneut Zeugnis ab von seiner hervorragenden Arbeit.

Aus der Welt der Kleckse

In der Welt der Farben lebte einst auch ein kleiner roter Klecks, der die Welt außerhalb der seinen erkunden wollte. In den grünen Wiesen fällt er mit seiner Komplementärfarbe so auf, dass er sich sofort unwohl fühlt. In der blassrosa Kältewelt erfrieren ihm fast die Zehen, im Feld der roten Mohnblüten dagegen kann er sich wunderbar verstecken. Die Wüst erlebt er, das Meer, den Wald und ist endlich wieder in seinem Kleckseland. Da hat er viel zu erzählen, aber erst mal muss er sich ausruhen unter seiner bunten Patchwork-Kleckse-Decke.

Battut schwelgt in den Farben seiner ganzseitigen Bilder (auf der rechten Seite, wie es sich für ein Bilderbuch gehört) und seinen kleinformatigen Ergänzungen auf den Textseiten.

Den kleinen Helden malt er als Kopffüßler, dessen Ränzlein ist das von „Hänschen-klein“: ein geknotetes Tuch am Ende eines Stockes, den man über der Schulter trägt. Die Heimat-Welt ist eine runde Kugel mit blauer Atmosphäre. Klecks verlässt sie auf dünnem Strich, mutig und fast trotzig neugierig nach vorn schauend.

Die Spiegelungen im Wasser sind impressionistisch, die Eiswinde mit breitborstigem Pinselstrich im kalten Weiß über ein blasses Rosa gewischt. Kleine Wesen (Libelle, Hund, Storch) verstecken sich auf einigen Bildern, konkretisieren Landschaftsstriche. Die Heimat eröffnet sich bei seiner Heimkehr aus einem tiefen Schwarz rot und bunt und friedlich.

So möchten wir sie auch haben, unsere Welt.