Anu Stohner (Text) & Henrike Wilson (Bilder):
Der kleine Weihnachtsmann.

München und Wien: Hanser 2002.

ISBN 3-446-20162-9.
32 Seiten.
12,90 €.

Ab 3 Jahre.

 

Der kleine Weihnachtsmann ist so klein, dass selbst die heranwachsenden Weihnachts-männer in der Warteschlange an ihm vorbeigehen. Obwohl er so früh mit den Vor-bereitungen begann, darf er wieder nicht mit zur Bescherung. Doch dann findet er einen Weg für sich.

Tiere sind auch Menschen!

 37 cm hoch und 26 cm breit ist eine Seite. Das ist ziemlich groß und ganz schön klasse! Henrike Wilsons Bilder beanspruchen fast den gesamten Platz. Sie umrahmt einzelne Flächen mit schwarzem Pinselstrich, grob und ausfasernd, und füllt die Fläche modulierend mit einer Farbe, fügt mal etwas mehr Wasser hinzu, hellt auch mit Weiß auf. Ja, Weiß ist eine vorherrschende Farbe, da wir es mit viel Schnee zu tun haben im Weihnachtsmänner-Dorf, wo der Dorf-Älteste noch entscheiden darf, welcher Weihnachtsmann mit darf auf Geschenk-Verteilungs-Tour. Und der Kleine ist eben noch zu klein. Nächstes Jahr vielleicht.
Aber das hat er schon oft genug gehört. Wieder einmal sind seine ganzen Vorbereitungen umsonst gewesen. Dabei hatte er wieder einen wunderschönen grünen Baum aus dem Wald geholt, hatte so viel gebastelt („…er konnte jedes Spielzeug…“) und hatte wieder gebacken wie sonst keiner.

Ja, bin ich denn nichts wert?

 

Doch, natürlich kommt auch seine Zeit. Klein zu sein hat auch Vorteile, da wird man nicht so wahrgenommen, da kann man auch mal andere überraschen: Ein Pullover für die Eule, ein Häuschen für die Mäuse, ein Hinterherziehhund für die Amsel, einen Teddybären für den Braunbären und ein Schal für das Reh. In Gelb (mit schwarzem Rand, siehe oben).

Der kurze und sehr stimmige Text begleitet unter den Bildern in maximal drei Zeilen. Absätze werden ersetzt durch ein kleines Zeichen (Tannenbaum, Stern, Glöckchen).

Alles in allem: Man möchte viel lieber Tier sein, wenn es denn so strahlende Augen gibt und so viel Zufriedenheit.