Barbara Veit  & Veronica Oltmann:
Brumm die Bärin.

Wien: Annette Betz bei Ueberreuter 2003.

ISBN 3-219-11076-2.
32 Seiten.
12,90  €.

Ab 04 Jahre.

 

 

Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussehen mag: Es ist ein toller Text über das Leben der Braunbären, dargeboten an einem Beispiel – und mit vielen liebevoll gestalteten Bildern ergänzt.

Gar nicht verklärend

Eine erfreuliche Enttäuschung nach dem Titel und dem Titelbild: Bereits der erste Text nimmt gefangen. Eine junge Bärin hält inne. Sie ist angekommen in den Blaubeerwäldern, und hat sie als neue Heimat akzeptiert. Wo kommt sie her? Warum verließ sie ihre alte Heimat, machte sich auf in für sie völlig neue Welten?
Braunbären werden im Winter geboren, ohne Väter über vier Jahre groß gezogen, bevor sie die Mutter mehr oder weniger grob verstößt: „Ich habe euch alles beigebracht. Jetzt lebt gefälligst euer eigenes Leben!“
Und das ist nicht ungefährlich. Einsam lebende männliche erwachsene Bären sind genauso eine Gefahr wie die „Feuer“ der Zweibeiner. Da ist ein Abenteuer „Honig“ schon anders kalkulierbar.

Eine Geschichte zwischen Sach- und Bilderbuch. Die Bilder sind rechtwinklig eingeschoben in die Texte, brechen nur unverfänglich aus diesem Schema aus. Sie setzen gute Beobachtungsgabe selbst im Detail um in entsprechende Zeichnungen.
Alles stimmt: Der sehr gute Text und der Inhalt der Bilder bilden eine Einheit – und doch will sich keine rechte Zufriedenheit beim Betrachter einstellen. Es mag am Festhalten des rechten Winkels bei den Bildern liegen, für das es auch wirklich keinen Grund gibt.

Schade, wenn das Buch deswegen beim potentiellen Käufer keine weitere Chance erhielte. Die würde es nämlich lässig nutzen.