Rick Walton & Arthur Robins:
Bertie, der Wachhund
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Aus dem Englischen von Sophie Birkenstädt.

Hamburg: Carlsen 2003.

ISBN 3-551-51579-4.
50 Seiten.
11,50  €.

Ab 03 Jahre.

 

 

Die Botschaft lautet: Wenn du schon nicht stark bist, dann sei wenigstens klug! Bertie, der Hund, kennt diesen Satz. Der Einbrecher wohl nicht.

Vorsicht, listiger Wachhund

Trotz des Querformats des Bilderbuchs handelt es sich um Doppelseiten. Das ist fast wie das Film-Format mit den dicken schwarzen Streifen oben und unten. Da sieht Bertie, der Wachhund trotz des Textes („...weder groß noch gemein noch furchteinflößend...“) ziemlich groß und gemein und furchteinflößend aus. Auf Seite drei sieht man es: ein großer Hundekorb mit einem großen Ball und Decke – und einem ganz kleinen Bertie. Klein, aber ziemlich frech und gewitzt schaut er über den Hundekorbrand.
Als der Einbrecher kommt, findet Bertie mit Hilfe von Wett-Angeboten einen Weg, dass der Räuber sich selbst überlistet. Die Polizei erscheint laut angebellt und Bertie, mit seiner Auszeichnung als Held, meint zum Räuber bei dessen Abtransport: Gewonnen!

Eine tolle Geschichte, der die Bilder nicht nachstehen. Fast karikaturhaft malt Arthur Robbins, umrahmt die Flächen mit einer schwarzen Krakulatur, überzeichnet Nase und Mund. Räuber sind unrasiert, haben ein unvollständiges Gebiss und tragen eine tiefgezogene Pudelmütze. Polizisten (wenigstens wenn sie us-amerikanisch sind) essen Burger und trinken aus Plastikbechern mit Deckel und Strohhalm, sind ansonsten aber schnell und tüchtig und verleihen Orden an tapfere Bürger oder, wie in diesem Fall, einem lustigen, Verzeihung: listigen Hund.

Auch schon Dreijährige – vor allem wenn sie ältere Geschwister haben – werden die Botschaft gern hören, dass die Kleinen und Schwachen nicht unbedingt die Unterlegenen sein müssen.