Cornelia Funke &  Sybille Hein:
Die Glücksfee.

Frankfurt: Fischer Schatzinsel 2003.

ISBN 3-596-85137-8.
32 Seiten.
12,90  €.

Ab 03 Jahre.

 

 

Das Glück ist „dick und frech und warm und weich und rot und blau und federleicht“, ruft Lukas am Ende der Geschichte. Zu Beginn war er ein richtiger Miesepeter.

Lukas Besenbein

Schuld daran ist kein Zufall, sonder Pistazia. Sie ist Fee und zuständig für Nachhilfestunden in Sachen Glücklichsein. Sie begibt sich also zu Lukas Besenbein.
Lektion 1: Im Bett ist es viel gemütlicher als auf einem Dachfirst. Lektion 2: Warmer Kakao, Milch, Wasser und Saft sind Flüssigkeiten, deren man des Öfteren bedarf. Lektion 3: Farben sind viel besser als Grau in Grau. Lukas lernt mit Schmerzen war, aber ihm wird nicht nur so Manches klar, seine Mundwinkel zucken auch schon mal, weil er ein wenig glücklich ist. Jetzt, nach den Lektionen der Glücksfee.

Sybille Hein malt gegen die Gewohnheit. Die dickste Fee ist immer die Chefin (man erinnert sich an Flöckchen, die kleine Fee von Disneys Peter Pan, die unser Feenbild prägte). Feen haben nicht nur kleine Flügel, sondern auch hubschrauber-ähnliche Propeller am Ende des spitzen Huts. Kakao-trinkende Feen springen schon mal per Sprungbrett in die Tasse (mit Nasenklemme), kleine Kinder sitzen auf hohen, wackligen Stühlen (auch wenn das bei einem 6-jährigen Lukas nicht so recht stimmen mag; na ja, er ist ja ein bisschen zurückgeblieben...).
Hein verwendet gern vorgedrucktes Papier, das sie in ihre Bilder / Collagen einfügt: alte Impfbescheinigungen, ein uralter Ausschnitt aus der Leipziger Zeitung, Zahlen, Zeichen, Linien und Kästchen, Maßstäbe, alte Kartenausschnitte, Stempel usw.

Das ist für die Erwachsenen.
Für beide ist der Inhalt: Sei glücklich! Worüber? Na, denk mal nach. Was hätte denn vorhin passieren können, als du ... Das ist alles nicht passiert! Na, ist das kein Grund, sich zu freuen? DOCH!